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Schloßberg

Die Evangelische Schlosskirche St. Michael steht auf dem Schlossberg und bildet zusammen mit der benachbarten Katholischen Kirche “Maria Sieben Schmerzen” das weithin sichtbare Wahrzeichen von Sulzbürg.

Von  1719 - 1723 wurde sie vom Grafen Christian Albrecht von Wolfstein im barocken Stil erbaut. Es handelt sich um eine protestantische Barockkirche mit Kanzelaltar. Unter der Kirche befindet sich eine Gruft mit 12 Särgen.

Evangelisch-lutherische Schlosskirche St. Michael

Sie steht auf dem ehemaligen Schlossterrain westlich über dem Markt Sulzbürg. Laut einem Inschriftenstein am Turm, der aber hier nicht ursprünglich ist, wurde sie 1466 erbaut. Circa 1540 wurde die Kirche evangelisches Gotteshaus, das 1609 renoviert wurde. 1719 wurde die Kirche abgebrochen und 1723 durch einen Neubau ersetzt, errichtet mit quadratischem Chor im Ostturm mit Kuppeldach und Laterne und einem Langhaus zu vier Jochen durch Ulrich Mösel aus Nürnberg. Die Stukkaturen schuf Donato Polli aus Nürnberg; sie haben sich noch unter der doppelten Westempore und in der Herrschaftsloge erhalten. Auch die Kanzel über dem Altar ist eine Stuckarbeit. Ein Inschriftenstein von 1609 bezieht sich nicht auf die Kirche, sondern auf den Bau eines Schlossflügels. Im Turm hingen Anfang des 20. Jahrhunderts drei Glocken (zwei aus dem 14. Jahrhundert, eine von 1723).

Katholische Pfarrkirche "Maria Sieben Schmerzen"

1750 berief der baierische Kurfürst die Kapuziner nach Sulzbürg, die sich der erneut ansiedelnden Katholiken annehmen sollten; 1751 wurde für die beiden Ordensleute eine Hospitium errichtet (später Pfarrhof). 1756 erfolgte der Bau der Kirche südlich der Schlosskirche auf der Bergkuppe durch den Kurfürsten als Ersatz für die bald zu klein gewordene Kapelle des Hospitiums. Die Pläne für den dreijochigen Saalbau lieferte der Münchener Hofunterbaumeister Johann Bauer. 1758 schuf Johann Michael Berg aus Nürnberg die Stukkaturen, schnitzte die Stuhlwangen und lieferte Bildhauerarbeiten für die Altäre, die der Allersberger Bildhauer Johannes Michael Schreyer vollendete. 1802 wurde das Kapuzinerkloster aufgehoben und mit der Dotation des Klosters ein Weltgeistlicher für die katholische Pfarrei Sulzbürg angestellt. Der Dachreiter der Kirche wurde 1877 durch einen Turm ersetzt.

Burgstall Obersulzbürg

1353 wurde Albrecht von Wolfstein Besitzer des Reichslehens Obersulzbürg und baute bald darauf hier sein neues Schloss. Spätere Teile des Schlosses wurden 1609 durch den Erbauer des Nürnberger Rathauses, Stadtbaumeister Jakob Wolf d. J., unter Hans Adam von Wolfstein zu Obersülzburg errichtet. 1634 in Brand geschossen, wurde es mit seinen fünf Türmen und der doppelten Ringmauer wiedererrichtet. Nach dem Aussterben der Sulzbürg-Wolfsteiner 1740 wurde das Schloss an der Nordwestecke der allseitig steil abfallenden Bergkuppe zunächst als kurbaiersche Beamtenwohnung genutzt. 1806 verkaufte Bayern das Schloss auf Abbruch an Privatleute, die es in der Tat vollständig abtrugen.

Burgstall Niedersulzbürg

1403 erwarben die Sulzburg-Wolfsteiner die Burg aus Hohenfelser und Gundelfinger Besitz. An der Nordostecke des Bergplateaus gelegen, wurde die Burg 1590 abgebrochen und war schon im frühen 18. Jahrhundert zur Gänze abgetragen.

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