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Main-Donau-Kanal

Main-Donau-Kanal

Geschichtlicher Rückblick

Bereits im Jahr 1921 wurde durch einen Staatsvertrag zwischen den ehemaligen Deutschen Reich und dem Freistaat Bayern die Rhein-Main-Donau-AG (RMD) gegründet. Sie bekam den Auftrag, eine Großschifffahrtsstraße von Aschaffenburg bis Passau zu bauen. Mit dem Bau des Rhein-Main-Danau-Kanals (auch Main-Donau-Kanal, RMD-Kanal oder Europa-Kanal genannt) zwischen Bamberg und Nürnberg wurde bereits 1960 begonnen, dieses Teilstück wurde dann 1972 eröffnet. Das letzte Teilstück zwischen Nürnberg und Regensburg war in den 70er und 80er Jahren politisch sehr umstritten, vor allem wegen des 34 km langen Abschnitts, der durch das Altmühltal führt. Am 25. September 1992 wurde dieses letzte Kanalstück eröffnet.

Technische Daten

Die Länge des Kanals beträgt 171 km, die Höhe der Scheitelhaltung (zwischen Hilpoltstein und Bachhausen) ist 406 m über NN. Der Kanal ist 55 m breit und hat eine Tiefe von 4 m. Der Höhenunterschied vom Main in Bamberg zur Scheitelhaltung (175 m) wird mit 11 Schleusen überwunden, von der Scheitelhaltung hinunter zur Altmühl bei Dietfurt (51 m Höhenunterschied) führen 3 Schleusen. Der weitere Höhenunterschied im Tal der Altmühl von 17 m wird mit 2 weiteren Schleusen bewältigt. Über 7 Kanalbrücken aus Beton und 3 Kanalbrücken aus Stahl verläuft die Wasserstraße. Insgesamt 115 Straßen-, Eisenbahn- und Fußgängerbrücken führen über den Kanal.

Der Rhein-Main-Donau-Kanal verbindet den Main und die Donau von Bamberg über Nürnberg nach Regensburg. Er stellt damit eine durchgängig schiffbare Verbindung von der Rheinmündung in Rotterdam bis zur Donaumündung ins Schwarze Meer her.

Schleusen und Dürrlohspeicher

Der Wasserbedarf der Schleusen am Main-Donau-Kanal wird durch 5 Pumpwerke von Kelheim bis Bachhausen durch Altmühl- oder Donauwasser gedeckt. Jedes dieser Pumpwerke kann max. 35 m³/s fördern. Das Wasser wird in die Scheitelhaltung und in den Speicher Dürrloh bei Mühlhausen gepumpt.

Der Dürrlohspeicher hat ein Gesamtvolumen von rd. 2,0 Mio. m³. Der davon nutzbare Speicherinhalt beträgt 1,75 Mio. m³ und ermöglicht den Schifffahrtsbetrieb auch im Störfall (Ausfall von 2 Sparbeckenreihen an den Schleusen), ohne dass in der Hochtarifzeit gepumpt werden muss. Der höchste Betriebswasserspiegel liegt mit NN + 415,50 m um 9,50 m, der niedrigste mit NN + 407,75 m um 1,75 m über dem der Scheitelhaltung. Im Gebiet der Gemeinde Mühlhausen befindet sich die Schleuse Bachhausen.

Alle Daten können Sie auch am Info-Stand des Dürrlohrspeichers nach lesen. Auf Schautafeln werden hier Verlauf des Kanals und Technik erklärt.

Zuständig für Betrieb und Unterhalt des Kanals ist das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg.

Link-Tipp

Umfangreiche Informationen mit vielen Bildern zum Main-Donau-Kanal finden Sie auch auf der privaten Website von Hans Grüner.

  • Schleuse Bachhausen
  • Schleuse Duerrlohspeicker
  • Schleuse im Bau
  • Drei vor der Schleuse